HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2019 | Resümee

13.10.2019

Am 13.10.2019 endet das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST - Unser Resümee

4.–13. Oktober 2019

Bad Köstritz | Gera | Weißenfels | Zeitz | Dresden

„etwas neues herfürzubringen“

Mit einem vielfältigen Programm und insgesamt 39 Veranstaltungen startete das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2019 in seine dritte Dekade. Nach einer ersten Hochrechnung besuchten in den diesjährigen Veranstaltungsorten Bad Köstritz, Gera, Weißenfels, Zeitz und Dresden etwa 4.850 Liebhaber der Alten Musik die unterschiedlichsten Konzertformate, was einer Gesamtauslastung von 87 % entspricht. Das ist eines der besten zahlenmäßigen Ergebnisse, welches das Musikfest in den 21 Jahren seiner Existenz erreichte. Das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST in Mitteldeutschland behauptet sich damit einmal mehr als deutschlandweit bedeutendstes Festival zur Musik des 17. Jahrhunderts!

Intendantin Dr. Christina Siegfried: „Das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2019 erlebte einen wunderbaren Jahrgang! Wir hatten den Mut, uns unter dem Aspekt Moderne an ungewöhnliche Programmkonzepte zu wagen, Grenzüberschreitungen zu vollziehen und moderne Kontrapunkte zu setzen. Wir eroberten neue Räume und erlebten eine herausragende künstlerische Qualität. Damit ist dem Musikfest ein großer wie erfolgreicher Schritt hin zum Schütz-Jubiläumsjahr 2022 gelungen."

Den Kern des Programms bildeten die Konzerte des RIAS Kammerchors Berlin, der mit gleich fünf Konzerten präsent war. Als diesjähriger artist in residence interpretierte er bei den umjubelten Auftaktkonzerten in Gera, Weißenfels und Dresden gemeinsam mit Capella de la Torre nicht nur Werke von Schütz, Gabrieli und Praetorius. Mit großem Einsatz realisierte er auch ein Schulprojekt mit dem Konzertchor des Goethegymnasiums/Rutheneum Gera, dessen Ergebnis sie gemeinsam beim Konzert in Gera präsentierten.

Zum Abschluss des Musikfests in der Dresdner Dreikönigskirche brachte der RIAS Kammerchor Berlin unter der Leitung von Justin Doyle dann innerhalb von Heinrich Schütz‘ „Lukaspassion“ ein mit großem Interesse erwartetes und tief beeindruckendes Auftragswerk des Komponisten Torsten Rasch zur Uraufführung.

Zu Beginn des Abschlusskonzerts hielt Intendantin Dr. Christina Siegfried die Laudatio auf dendiesjährigen Preisträger des Internationalen Heinrich-Schütz-Preises, den Dirigenten und Vorreiter historisch-informierter Aufführungspraxis wie Pionier in der Wiederentdeckung der Werke Schütz‘ ­– Sir Roger Norrington.

Für Klangpracht, inhaltliche Überraschungen und ein begeistertes Publikum sorgten 2019 erneut international renommierte Interpreten wie das belgische Huelgas Ensemble, Musica Fiata, Köln oder das französische Barockensemble La Tempeté (das in Dresden sein Deutschlanddebüt feierte.) Doch was wäre ein Musikfest ohne wunderbare Solistinnen und Solisten? Wir begrüßten im Alten Pumpenhaus in Dresden die Geigerin Leila Schayegh mit ihren Ensemble La Centifolia, eröffneten mit der Sopranistin Dorothee Mields die Saison der Reihe „Offenes Palais“ im Palais im Großen Garten, präsentierten an der Eule-Orgel in Zeitz die Preisträgerin des Silbermann-Orgelwettbewerbs Josipa Leko und feierten mit dem Publikum Vincenzo Capezzuto und sein Ensemble Soqquadro Italiano. Aber auch die kleinen, publikumsnahen Formate und Sonderführungen u.a. an authentischen Schütz-Lebensstationen wie den Heinrich-Schütz-Häusern Bad Köstritz und Weißenfels gehörten 2019 wieder zum Programm.

Für eine überregionale Wahrnehmung sorgten auch verschiedene Rundfunkmitschnitte und Liveübertragungen von MDR Kultur, MDR Klassik und Deutschlandfunk Kultur. Das Eröffnungskonzert ist noch einmal am 24. November, um 21.05 Uhr auf Deutschlandfunk zu hören. Das Konzert mit dem Ensemble La Tempeté, „Tränen der Auferstehung“, wurde von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten und wird am 16. Oktober 2019, um 20.03 Uhr ausgestrahlt.

Das Heinrich Schütz Musikfest 2020 findet unter dem Thema „derselben weitberümbten Music“ vom 2. bis 11. Oktober statt; Françoise Lasserre und ihr Ensemble Akadêmia sind als artist in residence eingeladen.

 

Halle/Dresden, 13.10.2019

 


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